Jan

9

2012

Grüne Transport und Logistiklösungen – Die Branche steht in Verantwortung die CO2 Emission zu reduzieren

Abgelegt in Allgemein

Die Prozessoptimierung im Transport- und Logistikbereich ist noch lange nicht abgeschlossen. Viele Unternehmen der Branche haben noch nicht erkannt, dass neben Kosten auch CO2 eingespart werden kann. Ein LKW erzeugt pro Tonnen-km 104g CO2, die Bahn 31g, das Binnenschiff 35g und das Flugzeug 2.039g CO2. Die CO2-Emissionen lassen sich auch dadurch reduzieren, indem beispielsweise das Transportmittel Flugzeug durch die Transportmittel Bahn, Binnenschifffahrt und Seefracht ersetzt wird. Aber auch eine effizientere Nutzung der Transportmittel durch bessere Auslastung und Streckenoptimierung sowie die Nutzung technischer Neuerungen wie Leichtlaufräder kann den CO2-Austoß reduzieren.

Grüne Logistik bei der Deutschen Post
DHL, Vertragspartner der Deutsche Post AG, bietet seit einiger Zeit GoGreen Produkte an. Damit soll die CO2-Effizienz des Paketzustellers um 30 % bis zum Jahr 2020 verbessert werden. Deutschlandweit werden für Privatkunden Pakete und Päckchen ohne Zusatzkosten CO2-neutral verschickt. DHL investiert zum Ausgleich, der durch den Versand entstehenden CO2-Emissionen, in zertifizierte Klimaschutzprojekte.

Projekt E-Stadtlogistik in Berlin
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat in Berlin das Projekt “E-Stadtlogistik” ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, Elektrofahrzeuge für die Paketzustellung einzusetzen und zu erproben. Im zweiten Schritt kommen auch Elektro-Nutzfahrzeuge bis 11 Tonnen zum Einsatz. Gerade im Stadtverkehr erzeugen konventionell angetriebene Nutzfahrzeuge durch die häufigen Stopps hohe Emissionswerte.

Gigaliner sorgen für Effizienzsteigerung
Ab 01. Januar 2012 rollen sie. Die Gigaliner, auch Lang-LKW genannt, bieten mit einer maximalen Länge von 25 m und bis zu 44 Tonnen Gewicht mehr Volumen. Dadurch sollen weniger LKW das gleiche Transportvolumen bewältigen. Die Autobahnen werden entlastet, die Infrastruktur effizienter genutzt. Der Kraftstoffverbrauch soll ebenfalls sinken. Einige bezeichnen den Gigaliner bereits als “Öko-Laster”. Ob diese Bezeichnung zutrifft, sollen in diesem Jahr anlaufende Feldversuche zeigen. Ein Kilo Äpfel, die per Flugzeug aus Neuseeland kommen, verursachen 5.200 g CO2. Per Seefracht hingegen sind es lediglich 180 g CO2. Eine Einsparung von 5.020 g CO 2, allein durch Transportmittelwechsel. Transportunternehmen können allein durch den Einsatz von Leichtlauföl und Leichtlaufrädern den Spritverbrauch um ca. 6 % senken, sparen dadurch Geld, erhöhen ihre Gewinnmarge und schonen die Umwelt. In den kommenden Jahren wird es weitere technische Neuerungen geben, die auch im Logistik- und Transportbereich die CO2-Emissionen verringern helfen.

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